Die Stadt Spisská Nová Ves
liegt im Nordosten der
Slowakei zwischen dem slowakischen Erzgebirge
und dem gewaltigen Gebirgsmassiv der Hohen Tatra
inmitten der Zipser Landschaft. Sie ist das
Eingangstor in den Nationalpark Slovensky Raj
(Slowakisches Paradies) mit seinen vielen
Naturschönheiten.
Der Name Spisská Nová Ves (Nová Ves - Neudorf,
neues Dorf) entstand durch das Zusammenfließen
der alten slowakischen Gemeinde, genannt Iglov, und der neueren,
deutschen Gemeinde - Nová Ves.
Zehnjähriges Bestehen der Städtepartnerschaft
Alsfeld und Spisska Nova Ves (Slowakei)
Alsfeld und Spisska Nova Ves wollen
ihre freundschaftlichen Beziehungen in Zukunft noch weiter vertiefen. Diese
Absicht bekundeten die beiden Bürgermeister, Herbert Diestelmann
und Karol Mitrik bei der offiziellen Feier zum 10-jährigen Bestehen
der Städtepartnerschaft zwischen beiden Städten am Samstag im Regionalmuseum.
Aus Anlass dieser Feier hielt sich seit Donnerstag eine fünfköpfige
Delegation aus Spisska Nova Ves mit Bürgermeister Karol Mitrik an der
Spitze in Alsfeld auf. Herbert Diestelmann zeigte sich in seiner Festansprache
überzeugt, dass die Fortentwicklung der gegenseitigen Kontakte von einer
mehr als soliden Basis aus erfolge. In den vergangenen zehn Jahren habe,
erklärte er, „ein dichtes Netz persönlicher Bindungen" die Bevölkerung
der beiden Städte "immer enger zusammengeführt". Daraus hätten
sich Kontakte entwickelt, "die tragfähiger gar nicht sein können."
Diestelmann erinnerte bei seiner Rede an die Anfänge der Partnerschaft,
die am 14. April 1992 im Rathaus von Spisska Nova Ves von ihm selbst und dem
damaligen Bürgermeister der slowakischen 40000 Einwohner - Stadt, Rastislav
Jacak, besiegelt worden war und stellte sie, geschichtlich und räumlich,
in einen größeren Rahmen. Die Beziehung der beiden Städte
sei "ein Kind des europäischen Friedens" und ein „Kind der Hoffnung
auf eine europäische Einheit vom Atlantischen Ozean bis zum Ural." Die
Partnerschaft habe von Beginn an "das Europa der Völker" im Auge gehabt
und, so bilanzierte er, das Ziel, Grenzen zu überwinden, erreicht.
Zehn Jahre danach könnten beide Städte einen stolzen „Kindergeburtstag"
feiern, stellte Herbert Diestelmann für die Gegenwart fest. Mittlerweile
seien Begegnungen fast eine Selbstverständlichkeit. Die Beziehungen der
beiden Städte seien nicht nur eine offizielle Angelegenheit, sondern
"eine quicklebendige, aktive Partnerschaft der Bürger, der Jugend, der
Schulen, der Vereine, der Wirtschaft".
Schließlich wagte Herbert Diestelmann auch einen Blick nach vorn:
„Die Volljährigkeit unserer Beziehung wird dann erreicht, wenn auch
die Slowakei Mitglied der Europäischen Union wird".
Herbert Diestelmann hatte nicht nur die Städtepartnerschaft mit Spisska
Nova Ves im Blick, als er die Bemühungen der Stadt um europäische
Verständigung betonte. Seit 1982 sei Alsfeld "ein Bauherr am europäischen
Fundament". Mit ihren fünf Partnerschaften in Dänemark, England,
Frankreich, Österreich und der Slowakei trage die Stadt "Stein für
Stein auf das Haus des europäischen Friedens".
Die europäischer Verständigung und das Zusammenwachsen des Kontinents,
spielte auch in der Rede von Karol Mitrik eine zentrale Rolle. Mitrik, von
Diestelmann als "Ingenieur, Bauherr und Architekt" der Städtepartnerschaft
bezeichnet, legte ein Bekenntnis zu Europa, zur atlantischen Wertegemeinschaft
und zu westlich - demokratischen Prinzipien
ab. Der Beitritt zur EU und zur Nato, von der er "eine Beschleunigung der
Modemisierung unseres Landes" erwartet, sei derzeit das Hauptthema in der
Slowakei. Die Partnerschaft mit Alsfeld bezeichnete Mitrik als "eine zweifelsohne
sinnvolle Entscheidung". Der Erfolg der Zusammenarbeit stelle der Partnerschaft
"das beste Zeugnis aus". Wenn er von Alsfeld spreche, dann spreche er "nicht
von Fremden, sondern von Freunden und Partnern, auf die man sich jederzeit
verlassen kann".
Mit ihrer Unterschrift unter eine Urkunde, in der sich die beiden Städte
zu weiterer und vertiefter Zusammenarbeit verpflichten und dem Austausch offizieller
Präsente, untermauerten Karol Mitrik und Herbert Diestelmann die Partnerschaft.
Zudem nahm Diestelmann eine besondere Ehrung vor und überreichte "meinem
lieben Freund Karol Mitrik" in "Anerkennung seiner besonderen Verdienste,
die Städtepartnerschaft mit Leben zu füllen" eine Ehrenurkunde der
Stadt Alsfeld.
Danach hatten in der von Lothar Ruhl, dem Leiter des Hauptamtes der Stadtverwaltung
moderierten Feier, Gäste das Wort.
Karoline Dimroth, die Vorsitzende des DRK-Arbeitskreises "Nachbarschaftshilfe
Osteuropa", stellte die Organisation vor, die in der Hilfe für die Caritas
von Spisska Nova Ves einen ihrer beiden Hauptaufgabenschwerpunkte hat und
überreichte Karol Mitrik einen Scheck über 500 Euro, mit der Bitte
ihn an die dortige Caritas für ein Wohnheim, für Heranwachsende
weiterzuleiten. Geldspenden gab es auch von Anneliese Christoph von der katholischen
Kirchengemeinde und von Heinz Pötz vorn Obst- und Gartenbauverein. .
Volker Nies, der Vorsitzende der Vogelsberger Europa-Union, bescheinigte
den beiden Städten "ein Fundament für das zusammenwachsende Europa
gelegt und Brücken gebaut zu haben". Die Europäische Union stehe
vor der größten Erweiterung. Dass auch die Slowaken Teil der Europäischen
Union werden wollten, sei selbstverständlich In slowakischer Sprache
rief Nies der Delegation aus Spisska Nova Ves zu: ;,Seien Sie uns herzlich
willkommen".
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