Einmalige Eindrücke
von Landschaft und Kultur
Europa-Union Vogelsbergkreis reiste nach
Schottland
Vogelsbergkreis (gh). Schottland von seiner schönsten Seite
lernten die Reisenden der Europa-Union Anfang Juni auf einer
11-tägigen Rundfahrt kennen. Mit dem Bus ging es zunächst
nach Zeebrügge in Belgien und von
dort mit dem Schiff nach Hull in England.
Nach einer Besichtigung der mittelalterlichen Stadt York wurde die
Reise fortgesetzt mit einem Aufenthalt im
schottischen
Heiratsparadies Gretna Green.
Eine kleine Zeremonie gab den Besuchern einen Eindruck davon, wie in
vergangenen Zeiten der Schmied die Trauungen an zumeist minderjährigen Paaren vollzogen hatte.
Heute ist Gretna Green beliebt bei
Touristen aus aller Welt.
Glasgow, die
größte Stadt Schottlands, war das nächste Ziel der
Gruppe, bevor es weiter ging zum Loch Lomond,
dem viel besungenen See in einer einzigartigen Naturlandschaft. Durch
das Tal von Glencoe führte dann der
Weg nach Mallaig im Westen – Ausgangspunkt
für eine Exkursion quer durch die Hebriden-Insel Skye, die ein
abwechslungsreiche Panorama zu bieten hat. Aus dem 13.
Jahrhundert stammt die Burg von Eilean Donan, die von einem waschechten Schotten mit
Kilt vorgestellt wurde.
Weiter ging es in Richtung
Norden und Schottland wurde immer rauer. Das Landschaftsbild
präsentierte sich karg aber beeindruckend mit seinen von
Heidekraut bedeckten Bergen, den dazwischen leuchtenden gelben
Ginsterhecken und den glitzernden Seen. Wundervolle Meeresstrände
luden zum Verweilen ein.
Von Thurso
im äußersten Norden ging es dann mit dem Schiff zu den Orkney-Inseln. Dort bestaunte man die
Jahrtausende alten Steinkreise von Stenness
und den „Ring of Brodgar“ –
rätselhafte Zeugen einer vorgeschichtlichen Zeit. Einmalig ist die
steinzeitliche Siedlung von Skara Brae, ein Dorf an der Küste, das vor rund
4000 Jahren von seinen Bewohnern verlassen und vom Dünensand
begraben wurde, bis es ein Sturm 1850 wieder aufdeckte. Aus dem
Dornröschenschlaf aufgeweckt, gewährt es heute einen
faszinierenden Einblick in die Lebensweise der Menschen und widerlegt
die verbreitete Auffassung, es habe sich damals um primitive
Lebensformen gehandelt. Es gab dort Einrichtungsgegenstände, die
an die heutige Zeit erinnern und sogar eine geregelte
Abwasserversorgung.
Vorbei an der Bucht von Scapa Flow – ein
Name, der mit der Versenkung der deutschen Kriegsflotte nach dem Ersten
Weltkrieg und dem Husarenstreich des Günther Prien
verbunden ist, der mit seinem U-Boot U 47 allein 1939 in die stark
gesicherte Meeresenge eindrang, das britische Kriegsschiff „Royal Oak“ versenkte und unbeschadet wieder in seinen
deutschen Heimathafen zurück kehrte – ging die Fahrt zurück
in den Raum Inverness.
Was wäre eine
Schottlandfahrt ohne Loch Ness mit seinem sagenhaften Ungeheuer, das
heute liebevoll „Nessie“ genannt wird? Die Reisenden der Europa-Union
erblickten es erwartungsgem äß jedoch nicht und hielten sich
mit einem Besuch des auf einer Halbinsel gelegenen Urquart Castle schadlos.
Blair Castle,
das Schloss der Herzöge von Atholl,
war ebenfalls eine Besichtigung wert, ebenso wie die kleinste
Whisky-Brennerei Schottlands, Edradour,
die einen Einblick in die Herstellung des nicht nur in Schottland so
beliebten „Lebenswassers“ gewährte.
Mit dem Aufenthalt in
Edinburgh, der schottischen Hauptstadt, war ein weiterer letzter
Höhepunkt der Reise erreicht. Natürlich wurde das hoch
über der Stadt gelegene Schloss besichtigt, der Holyrood Palace in Augenschein genommen– das
königliche Schloss in Schottland – die St. Giles
Kathedrale und viele andere Sehenswürdigkeiten.